Herzthemen

Verbindung mit dem Universellen

Unsere Vorderseite ist unsere individuelle Seite, der Ausdruck unseres individuellen Seins. Alles was wir tun und machen, geht über unsere Vorderseite. Wir schauen sie im Spiegel an, machen sie schön. Dieses Bild im Spiegel ist uns so vertraut, dass wir meinen, dass wir das sind, was wir da sehen. Dabei ist es nur ein Bild, ein Bild von unserer Vorderseite. Wir sind viel mehr als nur dieses Bild von unserer Vorderseite.

Im Yoga sagen wir, dass unsere Rückseite unsere universelle Seite ist. Und mit universell ist gemeint, alles was dich trägt, was dich zusammenhält, was dich schützt und stützt. Für den einen ist es der Glaube an das Höhere, an das große Ganze, Familie, Freunde, Lebenspartner ...

Wenn wir uns mit der Rückseite verbinden, dann wird sie in unserer Wahrnehmung gefühlt riesengroß und geht weit über die individuelle Seite hinaus. Wir bekommen ein größeres, ein vollständigeres Bild von uns, wenn wir verbunden sind mit der Rückseite. Darum praktizieren wir aus der Rückseite, und lassen es eine Co-Produktion werden:
Universelle trifft individuelle Seite.

Die 5 Elemente - Raum

Die Qualitäten von Luft sind Leichtigkeit, öffnend, ausdehnend, nährend.

Die Fähigkeiten sind DaSEIN, Freiheit, Leere, Präsenz, Klarheit, Gewahrsein.
Die grundlegende Natur von Raum ist Bewusstsein. Sitz ganz still und nimm deinen natürlichen Atem wahr, ohne irgendetwas zu verändern. Nur wahrnehmen.

Die Qualitäten von Luft sind Leichtigkeit, öffnend, ausdehnend, nährend.

Dann beobachte, lausch und spür, was du wahrnimmst. Ohne irgendetwas zu bewerten oder zu benennen. Nur wahrnehmen. Pures Gewahrsein. Wenn Gedanken oder Gefühle auftauchen, bleib du in deiner Klarheit und nimm den Atem wahr.

Die Qualitäten von Luft sind Leichtigkeit, öffnend, ausdehnend, nährend.

Diese Wahrnehmung nehmen wir mit auf die Matte und geben uns den Raum mit diesem Bewusstsein zu praktizieren. Wir erlauben uns die Erfahrung zu machen, nicht auf jeden Impuls zu reagieren, sondern nur wahrzunehmen. Denn dann kann der Geist entspannen und du kannst in Klarheit praktizieren.

Die 5 Elemente - Luft

Die Qualitäten von Luft sind Leichtigkeit, öffnend, ausdehnend, nährend.

Unser Atem ist Luft, und ohne Atem gibt es kein Leben. Unser Atem verbindet unseren äußeren mit dem inneren Körper. Verbunden mit dem Atem kommt der Geist zur Ruhe. Wenn wir dem Atem nach innen folgen schenkt er dem Körper und dem Geist den Raum, die Freiheit sich selbst zu begegnen. Die Luft, der Atem öffnet uns und macht uns innerlich weit, wir dehnen uns aus und erfahren uns toleranter, offener, großzügiger und sensibler gegenüber anderen. Wir entwickeln Vertrauen in andere, können leichter vergeben und eher aufeinander zugehen.

Die 5 Elemente - Feuer

Körperlich sitzt Feuer in unserer Körpermitte. Die Qualitäten von Feuer sind zielstrebig leuchtend, weiß, kraftvoll, transformierend, die Willenskraft stärkend, die Durchsetzungskraft unterstützend. Feuer gibt uns Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten und macht uns unabhängiger vom Außen. Wir können uns abgrenzen gegen Personen, gegen Dinge, die uns nicht gut tun, finden die Kraft unsere eigenen Projekte zu verwirklichen und steigern den Respekt vor uns selbst.

Die Praxis ist kraftvoll, dynamisch, aktivierend und hitzeerzeugend.

Die 5 Elemente - Wasser

Die Qualitäten des Wassers sind Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, fließen, loslassen, Lebendigkeit, weich, weit, Geschmeidigkeit, um nur ein paar der vielen Qualitäten zu nennen. Beginne fühlend die Qualitäten, die dich unterstützen auf dich übergehen zu lassen, um deiner wahren Natur näher zu kommen. Körperlich lässt sich Wasser im Becken lokalisieren und in dessen Beweglichkeit. Die Flexibilität des Beckens macht es möglich aufrecht zu sitzen, aufrecht zu gehen und zu stehen. Die Qualitäten des Wassers unterstützen dich auch im Kopf: Es unterstützt dich alte Denkmuster loszulassen, festgefahrene Strukturen, die uns eher starr und unbeweglich machen, aufzulösen, um dann in der Verbindung mit der Flexibilität des Wassers Kreativität zu entwickeln mit all seinen Möglichkeiten.

Die 5 Elemente - Erde

In den Yoga Sutren steht, dass wenn die Qualitäten, die Eigenschaften der Elemente auf uns übergehen, dann kommen wir unserer eigenen Natur näher. Um die Eigenschaften der Elemente auf uns übergehen zu lassen müssen wir sie fühlen und verstehen. Dann können wir die Vorstellungskraft als eine Art Brücke nutzen, um uns mit den Qualitäten zu verbinden.

Wir starten mit der Erde: Ihre Qualitäten sind Stabilität, Nährend, Wurzelnd, Ruhe, Sicherheit, Gelassenheit, Bodenständigkeit, es sind so unendlich viele Qualitäten. Beginne fühlend die Qualitäten, die du brauchst um dich sicher und unterstützt zu fühlen, auf dich übergehen zu lassen.

Komm auf die Matte.

Befreien

Ich nehme an ihr habt es auch schon erlebt: Ihr habt eine unangenehme Erfahrung gemacht, die sich in euch verewigt hat. Eine Situation in der ihr euch nicht gut genug gefühlt habt und die ihr auf keinen Fall noch einmal erleben möchtet. Gerne sind diese Situationen gespickt mit einem dummen Spruch, der das ganze komplett macht. Wir verwenden so viel Energie darauf dem aus dem Weg zu gehen.

Und doch lohnt es sich nochmal hinzuschauen, denn wir limitieren uns damit selbst. Schau hin und erkenne: Es geht viel weniger um die Sache, als um dieses unangenehme Gefühl.

In der Praxis wollen wir unsere Mitte spüren und dadurch Stabilität und Sicherheit finden, um uns von diesem Gefühl zu befreien.

Die Regung des Herzens wahrnehmen

Viele Menschen glauben, dass unser Herz nur eine Pumpe ist, die unseren Blutkreislauf im Gang hält. Jeder, der schon einmal Herzschmerz hatte, weiß, dass unser Herz ein emotionales Kraftfeld ist.

Um die Regung unseres Herzens wahrzunehmen, müssen wir unsere Wahrnehmung verfeinern und genau hinhören, denn unser Kopf ist so laut und so schnell, dass wir vor lauter Gedanken unser Herz nicht hören.

Deshalb geht es in der Praxis darum, den Kopf, der denkt, zurückzunehmen, und dem Herzen, das fühlt, mehr Raum zu geben, um unserer eigenen Intuition folgen zu können.

Svatantrya

Das was die Freiheit fördert, oder auch freiheitsförderndes Tun.

Es geht nicht darum, möglichst viel Geld und Zeit zu haben, um alles tun zu können, was man gerne möchte. Es geht um die Freiheit von eigenen Limitierungen, von Gedanken, die uns eng machen. Tagtäglich füllt jeder von uns Rollen. Rollen wie Tochter, Sohn, Mutter, Vater, Freund, Kollege, Angestellter, Vorgesetzter, Partner, und so weiter. Von allen diesen Rollen haben wir eine Vorstellung, wie wir sie füllen möchten. Wichtig ist, dass wir erkennen, dass es Rollen sind und uns nicht zu weit von unserer wahren Natur entfernen. Von Satya wissen wir, dass wir sehen sollten, was ist, und wenn wir die Rolle erkennen, dann haben wir die Freiheit zu wählen, welchen Weg wir gehen:

Den Weg in die Limitierung. Oder den Weg in die Freiheit.

Satya

Satya, das, was ist.

Mir hat Satya viel Frieden und Freiheit gebracht. Denn zu akzeptieren, dass es ist, wie es ist, hat mir dabei geholfen nicht mehr nach einem Schuldigen zu suchen und mich nicht darüber zu ärgern, dass es so ist wie es ist, sondern die ganze Energie darein zu stecken, Lösungen zu finden und nach vorne zu gehen. Satya bedeutet aber auch, mich zu sehen, wie ich bin, und mich zu akzeptieren, wie ich bin, mit allen vermeintlichen Fehlern. Das heißt nicht, dass ich mich nicht verändere, jede Erkenntnis, alles was ich lerne, was ich verstehe, was ich sehe, verändert mich. Das gilt natürlich auch für alle Menschen um mich herum, dass ich sie so akzeptiere, wie sie sind, und wohlwollend zu sehen, wie anders andere Menschen sind.

Um zu sehen, was ist, oder was wir sind, müssen wir auch da sein wo wir sind, wir müssen hinhören beim Zuhören und hinschauen beim Zusehen. Übe dich darin, beim Hiersein da zu sein.

Shri

Anusara Yoga ist für seine präzise Ausrichtung und seine herzorientierte Praxis bekannt. Anusara beruht auf einer lebensbejahenden und durch und durch positiven Philosophie, dem kaschmirischer Shivaismus. Es gibt keine Dogmen und Belehrungen, stattdessen wird jeder unterstützt seinen Körper besser kennenzulernen, seine Grenzen zu erkennen und eventuell zu verschieben. Anusara hilft uns auf dem Weg zu uns selbst, schenkt uns die nötige Kraft um authentisch zu sein, loslassen zu können und das Vertrauen uns auf das was kommt einzulassen. Die 3 Grundpfeiler dieser Yogaphilosophie sind die 3 "S". Shri ist das erste S und zugleich die größte Herausforderung. Es geht darum, das Gute zu sehen und zwar zuerst das Gute zu sehen, in allem und jedem um uns herum, auch in uns selbst. Es geht nicht darum, das Negative zu übersehen, es geht um die Reihenfolge, zuerst das Gute zu sehen.

Das nehmen wir heute mit auf die Matte. An uns, an unserer Praxis zuerst das Gute zu sehen, auch wenn wir uns gerne über irgendetwas ärgern wollen.

Stabilität und Sicherheit

Viele Menschen sind noch ganz unsicher mit den Lockerungen und Öffnungen, gehen nur zögerlich in Geschäfte, Restaurants, Yogastudios. Beeindruckt durch die Bilder und Informationen der Coronakrise, fühlen wir uns durch die ganzen Regeln und Vorschriften doch sehr sicher.

Und genau diese Sicherheit fehlt uns, wenn wir jetzt wieder in die Normalität gehen.

Yoga kann uns Sicherheit und Stabilität geben, aus der Vertrauen wachsen kann, Vertrauen um sich einzulassen, auf das was kommt.

Verbinde dich mit deinem inneren Raum

Corona macht es uns schwer, das Außen zu vergessen, da wir ständig mit Informationen über Corona, mit Abstandsregeln, Hygienevorschriften, wie der Maskenpflicht und weiterem beschäftigt sind, dass wir beinahe vergessen, dass wir in uns die Möglichkeit haben mal zur Ruhe zu kommen, aufzutanken. Ganz ohne Regeln und Pflichten, ganz pur und authentisch sein können, wenn wir dem Atem die Möglichkeit geben uns in diesen Raum zu bringen. Diese Möglichkeit haben wir auf der Matte in dieser Praxis.

So vertraut - und doch ganz anders

Endlich, nach vielen Wochen öffnen sich Kneipen, Restaurants, Fitnessstudios und sogar Yogastudios.

Rückkehr zur Normalität?

Auf der einen Seite vertraut - und doch ganz anders. So viele Vorschriften die eingehalten werden müssen, machen es schwer, Normalität zu spüren. Darum heute die Praxis: Ganz vertraut - und doch ganz anders.

Unsere Individuelle und universelle Seite

Unsere Vorderseite ist unsere individuelle Seite: Der Ausdruck unseres individuellen Seins. Alles was wir machen geschieht über die Vorderseite.

Unsere Rückseite ist unsere universelle Seite: Die Verbindung zum Universellen. Was auch immer für jeden das Universelle ist, das kann tatsächlich das Universum sein, der Glaube an das höhere, es kann die Familie sein, deine Kinder, dein Partner, sogar Yoga, es ist die Seite die dich trägt. Es ist das was dich trägt. Es ist das was dich schützt und stützt.

Die Verbindung der Vorder- mit der Rückseite, die Verbindung vom Individuellen mit dem Universellen, das nehmen wir mit in die Praxis.

Wähle deine Intention

Bei so viel Fremdbestimmung zurzeit wähle du deine eigene Intention für deine Praxis. Was ist der Grund, warum du auf die heute auf die Mathe kommst? Kann es sein, dass du einfach 90 Minuten ganz bei dir sein möchtest? Oder möchtest du deine Kraft, deine Leichtigkeit spüren, im hier und jetzt sein oder einfach mal keine Rolle verkörpern sondern ganz pur nur du sein?

Wähle das für dich, pflanze es dir ein und lass es wachsen, von innen nach außen.

Svatantrya

Vor kurzem habe ich mit einer Freundin gesprochen. Sie hat 2 Söhne, die gerade auch viel Zeit zuhause verbringen. Meine Freundin ist ziemlich genervt, weil die beiden die meiste Zeit am Handy sitzen oder am Computer spielen.

Dann hat sie die beiden mal gefragt: Ob ihnen klar ist, was hier gerade passiert. Dass dies ein historisches Ereignis ist, was wir gerade erleben. Und ob sie später mal ihren Kindern, wenn sie von dieser Zeit erzählen, sagen werden: "Ich habe die Zeit genutzt um pausenlos Computer zu spielen".

Wow, da musste ich auch mal darüber nachdenken:

Wie gehe ich denn hier durch diese Zeit?

Und wenn man da hinschaut, und beobachtet, dann wird einem klar, dass wir eine Wahl haben und entscheiden können welchen Weg wir gehen. Den, der uns Unzufriedenheit spiegelt? Wir sind nicht nur Opfer der äußeren Umstände. Wir können den Weg wählen, der uns Vertrauen, Dankbarkeit und Zufriedenheit vermittelt, indem wir Gutes tun, positiv bleiben und die schönen Momente sehen.

Sich aus der Enge zu befreien

              ohne sich selbst zu verlieren

So viele Informationen prasseln im Moment auf uns ein. Informationen, die uns Sorgen machen, verängstigen und  verunsichern, aber auch wütend machen. Und all diese Gedanken, all diese Gefühle haben ihre Berechtigung. Es geht nicht darum, sie zu verdrängen oder zu ignorieren. Und doch sollten wir zusehen, dass wir uns nicht von all den Emotionen beherrschen lassen, dass wir nicht zu eng werden, da wir dadurch unsere Stabilität, unser Vertrauen in uns selbst verlieren. Eine intensive körperliche Praxis kann uns helfen, Stabilität und Kraft in uns zu spüren.

Bis später, auf der Matte.

Herausforderungen

Beinahe täglich begegnen uns Herausforderungen. Werden wir herausgefordert, heraus aus unserer Komfortzone, heran an unsere Grenzen und manchmal auch darüber hinaus. Wir werden mit unseren vermeintlichen Schwächen konfrontiert, und begegnen Dingen, denen wir auch gerne aus dem Weg gehen würden. Und doch wissen wir, dass es genau die Herausfordeerungen sind, die uns die Möglichkeit geben zu wachsen und uns zu entwickeln. Und doch ist es wichtig dabei zu erkennen, dass es nicht darum geht, dass wir perfekt sind, sondern, dass wir bei uns sind.

Dass wir niemand anders beeindrucken wollen außer uns selbst, indem wir die Herausforderung annehmen und alles geben, so wie immer, denn genau das ist perfekt.

Karma

Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung und besagt, dass alles was wir sagen, tun oder denken Konsequenzen haben wird. Der Kerngedanke ist, dass alle unsere Handlungen, Gedanken und Worte einen Samen setzen, der sich entwickelt und wächst. Und das von uns gesäte Karma immer zu uns zurückkommt. Dalai Lama sagt zum Karma, dass wir handeln sollten, als hinge das gesamte Gleichgewicht des Universums davon ab.

 

Karma ist aber noch viel mehr als Lohn oder Strafe für frühere Taten. Karma gibt uns die Möglichkeit uns zu entwickeln. Der Mensch wächst durch seine Aufgaben, die ihm durch sein Karma gestellt werden. Was auch immer geschieht ist genau das, was man braucht, um zu wachsen um sein inneres zu Berühren und seine Herzqualität kennenzulernen. Wichtig ist, dass man nicht mit guten Taten angibt oder Anerkennung dafür erwartet. Das schönste, was dir Karma geben kann ist Zufriedenheit. Es ist nachgewiesen, dass Menschen glücklicher und zufriedener sind, wenn sie anderen Menschen helfen können. Also genieß einfach die befreiende Wirkung von Karma, deine Welt ein bisschen schöner zu machen. Erkenne was zu tun ist und öffne dein Herz.

Freiheit

Gerade haben wir Karneval gefeiert. Die Leute genießen es den Alltag loszulassen und zu feiern, sich von der Routine zu befreien und die Freiheit zu genießen, sich zu verkleiden, zu singen, zu schunkeln, zu tanzen. Dieses Gefühl von Freiheit, Lebendigkeit und Leichtigkeit zu genießen, bis es wieder in den Alltag zurück geht.

Natürlich gibt es auch die, die sich die Freiheit nehmen, dem ganzen zu entfliehen. Wir können uns dieses Gefühl von Freiheit auch mitnehmen in unseren Alltag, indem wir uns aus der Routine befreien und mal ganz bewusst einen Abend anders gestalten als Normal, einen anderen Weg nach Hause fahren oder nur die Straßenseite zu wechseln. Die Freiheit genießen mal anders zu sein und damit sich selber und andere zu überraschen.

Samadhi

Samadhi, die letzte Stufe auf dem achtgliedrigen Pfad.

Die Stufe der Erkenntnis des wahren Selbst. Es wird von Erleuchtung und innerer Glückseligkeit gesprochen, von der Unabhängigkeit von äußeren Umständen und so weiter ...

 

Verstanden habe ich das alles nicht, darum versuche ich das mit meinen Worten:

Die Lücken, die entstehen in der Meditation, diese Pausen in denen der Geist keine Gedanken produziert, entstehen häufiger wenn wir öfter meditieren. In diesen Pausen, kann sich dann unser Bewusstseinszustand veränden.

Denn das ist Samadhi:

Ein anderer Bewusstseinszustand in dem wir nur noch Energie wahrnehmen, nicht Materielles, keinen Körper, wir fühlen nur noch Energie.

Aber auch hier gilt, dass wir es nicht bewusst anstreben können, sondern das geschieht, wenn wir uns einlassen und dranbleiben. Und ich denke genau darum geht es: Dranbleiben, Veränderungen erkennen und Entwicklungen sehen.

 

Und wer weiß was passiert...

Dhyana.

Letzte Woche bei Dharana, die Konzentration, ging es um das Festhalten der Gedanken auf einen Punkt, eine Sache, eine Tätigkeit, so geht es bei Dhyana um das Loslassen, darum sich Einzulassen, auf das was ist. Bedeutet, jedes Wollen, jede Absicht loszulassen, die Kontrolle über das was du denkst oder fühlst loszulassen und nur zu beobachten, nicht zu reagieren, egal was da hochkommt, egal ob Gedanken, Gefühle oder Erinnerungen, nur beobachten, völlig wertfrei. Was auch immer hier in deinem Bewusstsein auftaucht, wird nicht bewertet oder innerlich kommentiert.

Nur beobachten, und vielleicht entstehen Lücken, kleine Pausen zwischen den Gedanken.

In diesen Momenten werden keine Gedanken produziert und für einen Moment vergisst der Körper den Geist. Bewusst können wir unsere Gedanken nicht anhalten, aber je öfter wir üben, desto häufiger und länger entstehen diese Lücken zwischen den Gedanken.

Dharana.

Dharana. Konzentration. Übersetzt heißt es halten, festhalten der Gedanken, auf einen Gegenstand und sich nicht ablenken lassen. Den Geist so zu fokussieren, dass er sich nicht von anderen Dingen anlenken lässt. Es gibt so viele Ablenkungen, innen und außen, die uns aus unserer Konzentration bringen, Geräusche, Bewegungen in der Umgebung, Erinnerungen, Gedanken an Zukünftiges, Körperempfindung, etc. . Wenn wir Dharana praktizieren, sollten wir unsere Aufmerksamkeit willentlich auf ein Objekt gerichtet halten, nur dann haben wir die Möglichkeit, bei uns zu bleiben und die Ablenkungen werden nicht mehr so wichtig sein. Wir alle kennen den Zustand der fokussierten Aufmerksamkeit, nur leider haben wir ihn verlernt, denn Kinder treten beim Spielen, ganz spontan und natürlich in diese fokussierte Aufmerksamkeit. Übrigens besagen Studien, dass Menschen dann am glücklichsten sind, wenn sie vollkommen in einer Sache aufgehen, ihre gesamte Aufmerksamkeit einer Tätigkeit widmen und komplett fokussiert sind. Oder anders gesagt Dharana praktizieren.

Pratyahara

Pratyahara, der Rückzug der Sinne, unsere Sinne sind unsere Verbindung zum Außen. Aber um tiefer in uns einzutauchen, müssen wir die Sinne zurückziehen, um den Geist für Feinheiten zu schärfen, die von den Sinneseindrucken gerne überlagert werden.

Gerade in der heutigen Zeit der Reizüberflutung suchen wir nach Möglichkeiten, alles, was mit uns geschieht, was wir denken, was wir sagen, was wir schreiben zu verdauen. Es sind so viele Sinneseindrücke, die auf uns einprasseln, Bilder aus Filmen, Nachrichten oder dem Internet, aber auch zwischenmenschliche Einflüsse, die uns beschäftigen und uns nicht zur Ruhe kommen lassen. Darum praktizieren wir Yoga. Um ein Gefühl von Klarheit und Ruhe zu spüren, wir hören auf unseren Atem und bringen unsere Aufmerksamkeit ins hier und jetzt.

Pratyahara geht noch einen Schritt weiter: Es lenkt die Wahrnehmung nach innen, ohne jegliche Ablenkung von Außen, doch es geht nicht darum, irgendwelche Defizite zu entdecken oder irgendetwas zu bewerten, sondern bewusst zu beobachten, ohne sie zu beschreiben.

Kein Wort, nur Beobachten.

Pranayama

Pranayama - Auf dem achtgliedrigen Pfad sind wir jetzt bei Nummer Vier. Pranayama wird übersetzt mit Energieausdehnung. Patanjali sagt: "Die stetige Praxis von Pranayama verringert Blockaden im Geist, die uns an einer klaren Wahrnehmung hindern."

Unser Geist hat direkten Einfluss auf unseren Atem. Er reagiert auf alles was uns bewegt und begegnet. Wenn wir uns erschrecken halten wir die Luft an, unser Atem verändert sich je nach Gefühlslage. So lässt sich umgekehrt auch der Geist vom Atem beeinflussen. Erlaube dir tief und ruhig zu atmen und beobachte deinen Geist, wie er sich beruhigt.

In unserer Yogapraxis atmen wir Ujjayi. Die Übersetzung für Ujjayi ist siegreicher Atem, und zwar Sieg über den vom Geist beeinflussten unruhigen Atem. Hörbarer Atem, der dich beruhigt und dir die Möglichkeit gibt zu hören, ob du die Asanas in der richtigen Intensität ausführst. Ujjayi fördert die Atemkontrolle und sorgt dafür, dass du tiefer und bewusster atmest. Ujjayi hilft dir die Bewegung dem Atem anzupassen und einen Rhythmus zu finden, der die Konzentration steigert, dich mit dem Hier und Jetzt verbindet und dir Kraft verleiht. Das Meeresrauschen der Ujjayi-Atmung entsteht durch das Verengen der Stimmritze.

Asanas

Die Nummer drei auf dem achtgliedrigen Pfad, auf dem Weg zur Ruhe im Geist ist Asanas, Sthira Sukham Asanam. Jede Asana sollte fest und stabil, aber dennoch auch leicht und angenehm sein. Wir benötigen Sthira (Kraft und Stabilität) als Fundament um dann mit Sukham (Leichtigkeit) sich auf die Situation einlassen zu können. Denn wackelt das Fundament, kann man sich unmöglich leicht machen.

Die Asanas dienen der Stärkung des Körpers und der Zentriertheit des Geistes. Und das geht nur, wenn du dich in deinem Körper wohlfühlst, stabil und angenehm leicht. Wenn wir die Asanas richtig ausführen, dann darf Kraft und Stabilität nicht zur Verspannung und Leichtigkeit nicht zu Trägheit führen.

Wenn wir unter Stress stehen neigen wir dazu, die Zähne zusammenzubeißen und noch mehr Kraft und Stärke dazu zu tun. Dabei täte uns hier Leichtigkeit gut.

Auch wenn es nicht gleich gelingt, übe dich darin deine Wahrnehmung zu verfeinern, zu erkennen, was uns in welchem Momenten (Asanas) fehlt. Ist es Kraft und Mitte oder Leichtigkeit und Weite. Nur du selbst weißt ob deine Praxis stabil oder leicht ist. Das kann dir kein Lehrer sagen und du wirst es auch nicht sehen wenn du andere Yogis beobachtest, verfeinere deine Wahrnehmung. In manchen Positionen, an manchen Tagen findest du die Leichtigkeit gar nicht in den Asanas, da braucht es Mut und eine gute Selbstwahrnehmung, um die Kindeshaltung zu Nutzen, um wieder Leichtigkeit zu spüren.

Ishvara Pranidharna

Ishvara Pranidharna - das letzte Niyama. Hier geht es darum, dass wir alle Teil des großen Ganzen sind, Teil des größeren universellen Bewusstseins, verbunden durch unsere Seele (,das wahre individuelle Selbst: göttlicher Funke, vollkommenes Wissen, Essenz und das Licht). Das zu erkennen, darum geht es im Yoga. Um dem Fluss des Lebens zu vertrauen, das Vertrauen in das höhere Unbekannte.

Svadhyaya

Svadhyaya - Selbststudium und Selbsterforschung. Um ingesamt bewusster zu werden, soll das eigene Denken und Handeln beobachtet, reflektiert und hinterfragt werden.

 

Traditionell bedeutet Svadhyaya das Studieren der alten Schriften, um sich selbst zu erkennen. Es meint aber auch die Fähigkeit zu nutzen, sein Verhalten zu beobachten, zu analysieren und zu reflektieren. Es geht darum zu beobachten, welche Gedanken, welche Gefühle, welche Vorstellungen beeinflussen mein Verhalten in welchen Momenten, welche Reizreaktionen leiten und lenken mich und was sind die Ursachen.

 

Svadhyaya ist ein großer Schritt uns näher zu kommen und uns besser kennenzulernen.

Tapas

Tapas - Selbstdisziplin, Hitze, Feuer.

Disziplin bedeutet dranzubleiben, auch wenn wir die Komfortzone verlassen. Seiner Intention zu folgen, auch wenn wir an unsere Grenzen kommen. Wir kennen es alle, dass unser Geist sich meldet, wenn es schwierig wird, gerne sagt er, dass wir das nicht können, nicht stark und nicht gut genug sind. In der Yoga Philosophie wird er Monkey Mind genannt und er legt los sobald es anstrengend wird. Da brauchen wir Tapas, diese Kraft in unserer Körpermitte, um dranzubleiben, fokussiert zu bleiben und dadurch dem Affen die Aufmerksamkeit zu entziehen bis er ruhiger wird - kaum wahrnehmbar. Wenn wir diese Ebene erreicht haben, dann können wir wachsen, bis über unsere Grenzen hinaus. Da formt sich unser Charakter, es stärkt unser Selbstbewusstsein. Etwas geschafft zu haben, obwohl du an deine Grenzen gekommen bist, Herausforderungen zu meistern aus eigener Kraft.

Santosha

Zufriedenheit - Santosha - das zweite Niyama. Die yogische Philosophie unterscheidet zwischen innerer und äußerer Zufriedenheit.

Die äußere Zufriedenheit wird aus dem Außen bedient. Kleine Highlights in unserem Leben, wie lang ersehnte Schuhe kaufen, Anerkennung bekommen, sich ein Stück Schokoladenkuchen gönnen, das alles gibt uns Zufriedenheit für Momente, ist aber nicht langfristig.

Innere Zufriedenheit ist eher eine Betrachtungsweise unseres Lebens. Sehen wir was wir alles haben und fördern unsere Zufriedenheit und Dankbarkeit oder sehen wir eher was wir nicht haben und fördern dementsprechend die Unzufriedenheit? Erlaubt euch immer mal wieder zu beobachten, was ihr alles habt und pflanzt diesen Samen in euch, pflegt ihn und lasst ihn wachsen um euch das größte Geschenk zu machen:

Zufriedenheit.

Patanjali sagt, tiefe Zufriedenheit lässt uns grenzenloses Glück erfahren.

Saucha

Saucha ist das erste Niyama. Niyamas beschreiben unsere Haltung gegenüber uns selbst. Niyama bedeutet beobachten.

Saucha wird mit Reinheit übersetzt. Auf körperlicher Ebene ist es die Hygiene, aber auch die Ernährung. Wir kennen alle das gute Gefühl, sich frisch gemacht zu haben durch eine Dusche oder ein Bad. Und auch mit der Ernährung haben sicher alle ihre Erfahrungen gemacht. Was sich gut anfühlt und was man vermeiden sollte. Saucha geht eben noch ein Stück weiter. Hier geht es auch um die innere Reinheit. Das heißt es geht um unsere Gedanken und Gefühle. Beobachte welche Dinge dir gut tun und welche dir nicht gut tun, mit welchen Dingen du deinen Geist konfrontieren möchtest und von welchen du dich lieber entfernst. Wir haben immer eine Wahl, denn wir haben die Fähigkeit zu unterscheiden, was uns hilft Saucha zu kultivieren. Durch das bewusste Abziehen von Aufmerksamkeit von Dingen, die uns nicht gut tun, kann Klarheit und Reinheit, - Saucha - entstehen.

Aparigraha

Das fünfte Yamas heißt nicht Festhalten, nicht haben wollen und Unbestechlichkeit.

Aparigraha beschreibt die Möglichkeit, sich von Erwartungshaltung zu lösen, seinen eigenen Wert zu erkennen und nicht festzuhalten, sondern mit den Begebenheiten des Lebens zu fließen. Wenn du niemanden bestichst und selbst nicht bestochen werden kannst, um irgendwelche Vorteile dadurch zu erhalten, spürst du die Kraft deines SEINS. Oft vergleichen wir uns mit anderen und ihren Erfolgen, was sie alles haben und können und fühlen uns dadurch weniger gut. Aparigraha gibt uns die Möglichkeit das Potential in uns zu erkennen und andere, die uns mit ihrem Erfolgen beeindrucken, zeigen uns nur das alles möglich ist, wenn wir das nutzen, was uns zur Verfügung steht.

Wenn wir Aparigraha praktizieren, hören wir auf zu begehren, was und nicht gehört und was wir nicht sind. Wir feiern das was wir haben, greifen nach unseren Sternen und erlauben den Wundern in unserem Leben sich zu entfalten.

Genieße die Freiheit zufrieden zu sein. Alles ist da.

Brahmacharya

Brahmacharya heißt, seine Energie in die richtige Richtung zu lenken. Es heißt auch den Überblick zu bewahren über die Kräfte und die Ressourcen die da sind. Hier geht es um den richtigen Umgang mit unserer Energie. Unsere Energie nicht im Außen zu verbrauchen, sondern sie eher zu nutzen um unserer wahren Natur näher zu kommen. Um die beste Version von uns selbst zu sein, müssen wir auf uns und unseren Körper hören. Schaffe Bewusstsein für deinen Energieverbrauch, prüfe was die Energie gibt und nimmt, welche Verhaltensweisen dich nähren, dir Kraft geben und dir helfen, deine Energie zu nutzen, und welche dich müde machen und dir Energie nehmen. Es gibt so viele Energiefresser in unserem Leben: Sich Sorgen zu machen, stundenlang festzuhängen in Gendanken ist so kräfteraubend, falsche Ernährung kann ein Energiefresser sein, auch gibt es Menschen, die uns Energie rauben. Prüft das für euch und versucht euch abzugrenzen von Energielöchern und Energiefressern, um euch näher zu kommen.

Asteya

Asteya, das dritte Yamas. Asteya ist das Verlangen etwas unbedingt haben zu wollen, sodass es uns die Ruhe nimmt.

Wir leben hier und heute in einer Konsumgesellschaft, die das mit sich bringt: Das wir nie genug haben und scheinbar mehr brauchen um glücklich zu sein. Am liebsten immer das Neuste, iPhones, Sneaker und so weiter. Dabei wir wissen alle, dass es uns nicht nachhaltig glücklich macht. Und es geht nicht nur ums Materielle. Wir möchten mehr Anerkennung, mehr Aufmerksamkeit, mehr Freizeit, mehr Geld, mehr Sonne, mehr alles, besonders wenn es auch andere haben. Genug ist nicht mehr genug, und das liegt nicht daran, dass wir zu wenig haben. Wir haben verlernt zufrieden und dankbar zu sein. Wir sehen nicht was wir alles haben, wir sehen nur was wir nicht haben.

Woher kommt das Verlangen, das uns da antreibt? Neid? Angst zu kurz zu kommen? Oder denken wir das wir es mehr verdient haben als andere?

Vielleicht eine Mischung aus alldem. Wenn wir uns bewusst werden, das Verlangen erkennen, dann können wir uns die Freiheit nehmen einfach mal zu sagen:

Nein, danke, ich bin zufrieden.

Satya

Das 2. Yamas ist Satya. Wahrheit, Ehrlichkeit.

Hier geht es nicht um die bedingungslose Ehrlichkeit. Sondern viel mehr um ein authentisches Sein. Gemeint ist, in Worten, Taten und Gedanken ehrlich zu sein, sich selbst nicht zu belügen. Wenn wir vorgeben anders zu sein als wir sind, weil wir glauben so nicht gemocht zu werden, nicht anerkannt, nicht akzeptiert, dann kostet uns das unglaublich viel Kraft.
Authentisch zu sein, kostet anfangs auch Kraft. Aber wenn wir dann bei uns sind, ganz klar sind, authentisch sind. Dann gibt uns das Kraft und wir können neues Potential in uns entdecken. Außerdem ermutigt es Andere auch authentisch zu sein. Auch auf der Matte sollten wir authentisch sein, und ruhig mal in die Kindeshaltung gehen oder ein Vinyasa ausfallen lassen.

Satya, Ehrlichkeit, Wahrheit gilt ebenso im Umgang mit anderen Menschen.

Zier ist es die Wahrheit so gut es geht zu formulieren, ohne jemanden absichtlich oder unnötig zu schaden.

Ahimsa

Das erste der fünf Yamas, Ahimsa, bedeutet Gewaltlosigkeit oder nicht verletzen. Dabei geht es um den freundlichen, achtsamen Umgang mit unserer Umwelt und allen Lebewesen. Ahimsa wird in Worten, Gedanken und Taten praktiziert. Über jemanden negativ zu sprechen oder zu denken, wirt sich nach Patanjalis Prinzipien nicht nur schädlich auf den Betroffenen aus, sondern auch auf den negativ Denkenden selbst. Jeder Einzelne ist sein eigenes Universum, kämpft seinen eigene täglichen Kampf gegen Ängste, Vorurteile, Zweifel und Herzschmerz. Da sollten wir unsere Unzufriedenheit nicht noch an Anderen auslassen.

Und was wir gerne mal vergessen ist, dass jeder Einzelne von uns ein Lebewesen ist, das Achtung verdient, auch wir selbst. Somit sind wir gefordert Ahimsa auch im Zusammenhand mit unserem eigenen Sein zu üben. So oft sind wir so kritisch und ärgern uns über uns selbst.

Die Gewaltlosigkeit Ahimsas sollte auch gegenüber dem eigenen Körper ausgeübt werden. Niemand sollte sich in der Yogapraxis in eine Position zwingen, sondern friedlich und gewaltfrei bleiben. Fordern aber nicht überforden.

Was nutzt es, wenn man sich in eine Yogaposition zwingt und dabei nur negative Gedanken im Kopf herumspuken.

Auch geht es um Gewalt gegen Tiere, viele Yogis sind Veganer oder Vegetarier.

Aber auch das ist ein Prozess. Eigentich mag ich Fleisch, aber mehr und mehr vergeht mir der Appetit aufgrund der Gewalt, die den Tieren zugefügt wird und außerdem wegen der Belastung der Umwelt. Es wird schnell klar, dass Ahimsa eine große Herausforderung im Alltag darstellt. Dennoch lohnt es sich immer wieder hinzuschauen und sich auf diesen Weg zu begeben, auch wenn es immer wieder mal Rückschläge gibt.

Je bewusstsamer und achtsamer wir werden, desto friedlicher wird unser Umgang mit uns und unserer Umwelt.

Wenn es auch nicht sofort gelingen mag, den eher schwierigen Mitmenschen wohlwollend und mir einem kleinen Lächeln zu begegnen oder auf eine vegane oder vegetarische Ernährung umzusteigen, so könne doch schon kleine Veränderungen in unserem Alltag viel erreichen. Plastik so gut es geht vermeiden, öfter das Fahrrad nehmen, wenn Fleisch, dann Bio aus artgerechter Haltung, regional und saisonal kaufen, und so weiter.

Tatsächlich fühlen wir uns besser, wenn wir gutes tun.

Zur Unterstützung von Ahimsa gibt es eine Meditation, die Metta-Meditation, eine der ältesten Formen der Meditation. Ziel ist das Erreichen einer liebevollen, wohlwollenden Haltung gegenüber uns, der Welt und allen Lebewesen.

Meditation für mehr Herzenswärme von Jack Kornfield

Möge ich mit Herzenswärme erfüllt sein.

Möge ich gesund sein.

Möge ich friedlich und gelassen sein.

Möge ich glücklich sein.

Der acht-gliedrige Pfad

Was ist Yoga?

Yoga ist das Zuruhekommen aller Bewegungen im Geist. So hat es Patanjali, ein indischer Gelehrter, der auch Vater des Yogas genannt wird in den Sutren beschrieben. Dazu hat er den Yogis eine Art Hilfsprogramm mit auf den Weg gegeben. Den 8-gliedrigen Pfad, den Pfad zur inneren Freiheit. Der Pfad umfässt Grundwerte des menschlichen Lebens, die vollkommen zeitlos sind. Der Pfad ist keine To-do-Liste, die man abarbeitet, eher ist er ein ständiger Prozess, durch den man sich weiterentwickelt. Sich mit dem 8-gliedrigen Pfad zu beschäftigen, sich auseinanderzusetzen, gibt einem die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen, bewusster zu werden, mit sich und mit Anderen, Muster in sich zu erkennen und Blockaden abzubauen, sich von Erwartungen anderer zu befreien, und vielleicht kannst du sogar verloren gegangene Bedürfnisse aufspüren.

 

Der 8-gliedrige Pfad:

1. Yamas: Der Umgang mit der Umwelt

2. Niyamas: Der Umgang mit dir selbst

3. Asanas: Der Umgang mit deinem Körper

4. Pranayama: Der Umgang mit dem Atem

5. Prathyahara: Der Umgang mit den Sinnen

6. Dharana: Konzentration

7. Dhyana: Meditation

8. Samadhi: Die innere Freiheit

 

Das Wichtigste ist nicht die Reihenfolge, die meisten Menschen fangen mit der dritten Stufe, den Asanas, dem Umgang mit dem Körper an. Das Wichtigste ist, dranzubleiben, auch wenn man nicht direkt Ergebnisse sieht.

 

Die erste Stufe sind die Yamas. Dabei geht es um den Umgang mit einem selbst und mit unseren Mitmenschen, allen Lebewesen, der gesamten Umwelt. Da wir nicht alleine auf dieser Welt leben, sollten wir respektvoll und harmonisch mit uns und unserer Umwelt umgehen. Wenn wir nicht in Frieden mit anderen leben behindern wir unseren eigenen Frieden und unser eigenes Glück.

Ankommen im DASEIN

Gerade waren wir im Urlaub, auf den ich mich so gefreut hatte. Endlich nicht mehr in den Schulferien, wir konnten im September fahren, wo die Strändenicht mehr so überfüllt sind. Außerdem ohne unseren Sohn, zu zweit.

Angekommen, der Strand war toll, das Wetter herrlich, schön leer und das Wasser trotzdem wunderbar warm. Ich war da, aber mein Kopf leider noch zuhause in meinem Alltag Es hat eine Weile gedauert bis ich losgelassen habe.

Und doch habe ich weiterhin Strukturen aufgebaut: Wo essen wir mittags, was machen wir danach? Wollten wir am Abend noch da hinfahren oder doch lieber woanders hin? Ich hatte es immer noch nicht geschafft mich auf den Urlaub einzulassen, mich einfach treiben zu lassen einfach nur zu SEIN.

Irgendwann ohne es zu merken war ich ganz da.

 

Wenn wir auf die Matte gehen ist es ähnlich. Oft sind wir zwar physisch anwesen, aber unser Kopf ist noch unterwegs, denn obwohl wir ganz bewusst auf die Matte kommen und wissen, dass wir jetzt gar nichts anderes tun können, dauert es oft seine Zeit loszulassen.

Doch dann, wenn man wirklich angekommen ist, kann man sich einlassen, auf seinen Atem, seinen Körper und einfach nur DASEIN. Ohne zu bewerten, ohen zu viel zu wollen, einfach mal geschehen lassen.

"Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind,

                  wir sehen sie so, wie wir sind." ~ Anais Nin

Unser Blick ist geprägt von unserem Wissen, unseren Erfahrungen, unserer Erziehung und oft auch von Meinungen anderer, die uns beeinflussen. All das legt sich wie ein Schleier auf unseren Blick und unsere Sicht, auf die kleinen aber auch die großen Dinge.

Es ist vergleichbar mit einem Kaleidoskop, in jedem Fach ist dieselbe Anzahl von Steinen und trotzdem entsteht bei der kleinsten Bewegung ein völlig neues Bild. Und mit diesem kleinen Wechsel der Perpektive kann sich eine völlig neue Geschichte ergeben, in der Begriffe, die objektiv scheinen, wie Wahrheit und Wirklichkeit, sich verändern.

„Konzepte & Strukturen...

...sind so wichtig für unser Leben. Sie geben uns Halt, Orientierung und Vertrauen, das wir wissen wo wir hinwollen.

Sogar Disziplin macht Sinn auch wenn ich das Wort gar nicht mag.

Durchhaltevermögen, besser dranzubleiben auch wenn es mal schwierig wird, nicht gleich alles hinzuschmeißen, oder in Frage zu stellen, wenn es mal nicht so läuft wie man es sich vorgestellt hat.

Und doch müssen wir achtgeben das es nicht zu eng wird dieses Gerüst aus Konzepten. Es das kein Korsett werden, dass uns die Spontanität raubt, die Möglichkeit frei zu sein, lebendig zu fühlen.

 

Halte an und finde die Balance zwischen Stabilität und Lebendigkeit.

 

Die Balance zwischen Kraft und Leichtigkeit.

 

Die Balance zwischen Standfestigkeit und Lebendigkeit

 

Genau das nehmen wir mit auf die Matte und praktizieren unsere yogische Praxis so, dass wir uns sicher und stabil fühlen. Und aus dieser Sicherheit und Stabilität erlaube dir weit, frei und wunderbar leicht zu werden.

Gehe nur so weit, so tief in die Asana, dass du genau diese Balance findest.“

Im Hier und Jetzt sein

"Wenn du etwas tust, aber mit deinen Gedanken bereits wo anders bist, bist du nicht im hier und jetzt! Diese inspirierende Geschichte aus dem Zen-Buddhismus zeigt auf, wie einfach das Leben im Augenblick sein kann. „

 

Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.
Er sagte:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich ..."
Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
"Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?"
Er sagte wiederum:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich ... "
Wieder sagten die Leute:
"Aber das tun wir doch auch!"
Er aber sagte zu ihnen:
"Nein -
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel."

 

„In unserer hektischen Welt sind wir sicher die Hälfte der Zeit geistig nicht anwesend. Egal wo wir sind auf jeden Fall nicht im Hier und Jetzt.

 

Darum haben wir auch das Gefühl das die Zeit so schnell an uns vorbei fliegt. Auf der Suche nach dem Großen Wichtigen verlieren wir den Blick für den Moment für die Schönheit die im Kleinen liegt. Haltet an und erkennt die Möglichkeit die der gegenwärtige Moment dir gibt. Erkenne die Schönheit im Jetzt.

 

Komm an im Hier SEIN, erlaube dir DA zu SEIN.“